Publikation des Lehrstuhls für Controlling zum Dieselskandal vom Spiegel aufgegriffen

  Spiegel

Die Dieselaffäre kostete Deutschland rund 20 Milliarden Euro – das ergab eine neue Studie von Professor Peter Letmathe und Frank Baumgärtner vom Lehrstuhl für Controlling: External costs of the Dieselgate – Peccadillo or substantial consequences?

Durch die Manipulation der Dieselmotoren hat die Autoindustrie sich die den Niedergang des Diesel selbst zuzuschreiben, trotz Vorwürfen gegen die Politik oder Umweltschützer. Denn erst durch den Abgasbetrug wurde der an sich vorteilhafte Antrieb zur Umweltsünde und damit zum Kostenfaktor für die ganze Gesellschaft.

Frank Baumgärtner und Prof. Letmathe analysierten die Daten von 49 Fahrzeugmodellen und berechneten die volkswirtschaftlichen Kosten der überhöhten Abgaswerte: Die verstärkte Luftverschmutzung von 2008 bis 2015 verursachte gesellschaftliche Kosten von 2,5 Milliarden Euro jährlich.

Die teilweise sechsfache Überschreitung des Grenzwertes der Abgase führte zu einer dauerhaften Schädigung des Rufs des Dieseltreibstoffs. Dabei ist es trotzdem möglich – wie Baumgärtner und Letmathe zeigen – saubere Dieselmotoren zu konstruieren, die sogar weniger externe Kosten als Elektroautos verursachen würden.

Die Studie wurde auch vom Magazin „Der Spiegel” im aktuellen Heft Nr. 47 und auf Spiegel Online aufgegriffen.

20.11.2020