Ergebnisse zur Corona-Befragung der Studierenden

 

Im Rahmen der besonderen Umstände durch die Corona-Krise unternimmt unsere Fakultät größtmögliche Anstrengungen, um den Studierenden digitale Lehre auf hohem Niveau anbieten zu können. Das Ziel lautet: digitales Lehrangebot völlig ohne Qualitätseinbußen.

Um die Wirksamkeit der durchgeführten Maßnahmen besser beurteilen und gegebenenfalls anpassen zu können, wurden die Studierenden der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften zum Einfluss der Pandemie auf ihre persönliche Situation, zur Selbstorganisation, zum Angebot der digitalen Lehre und zum Krisenmanagement befragt. Der Zeitraum der Befragung ging vom 13. bis zum 24. Mai 2020, in dem 475 von circa 6000 Studierenden der Fakultät daran teilnahmen (ca. 8%).

Auf einer Skala von 1 bis 7 (1=sehr negativ, 4=neutral, 7=sehr positiv) beurteilten die Studierenden den Einfluss der Pandemie auf die eigene Situation im Durchschnitt als neutral bis leicht negativ (Mittelwert: 3,72). Eine der Schwierigkeiten sei das knappe Angebot an Praktikumsplätzen durch die Unternehmen. Die ungewohnte Situation zwingt unsere Studierenden, den Stoff von zu Hause aus und selbstständig zu erarbeiten, jedoch betonen die Studierenden, dass hauptsächlich die fehlende Routine dabei Schwierigkeiten bereite:

„Da wir wegen der aktuellen Situation dazu gezwungen sind, soweit wie möglich zu Hause zu bleiben, geht die Tagesroutine komplett verloren und somit fällt es mir schwer, in dieser Situation eine effektive Routine zu entwickeln, um den Uni Stoff zu erarbeiten. Allerdings werden uns von der Uni aus sehr viele Möglichkeiten geboten und Hilfestellungen gegeben, um die Situation so gut wie möglich zu meistern!“

Dahingegen zeigten die Ergebnisse, dass die Fähigkeit zur Selbstorganisation der Studierenden im Durchschnitt neutral bis gut ist (Mittelwert: 4,61). Im Freitext schreibt ein Studierender:

„Keine Probleme mit Ablenkung, Motivation, Feedback, da das bisherige Studium auch von eigenorgansiertem Selbststudium geprägt war. Möglichkeiten, Dinge zu diskutieren oder Feedback einzuholen gibt es auch und vor allem online meistens genügend über Foren, E-Mails oder Online Sprechstunden.“

Andere Studierende bemängeln den fehlenden Austausch mit Kommilitonen und die Schwierigkeit, den individuellen Lernfortschritt im Hinblick auf die kommenden Prüfungen richtig einordnen zu können.

Bei der Bewertung der Fakultät und der Universität schnitten beide auffallend gut ab. Die Bereitstellung von Informationen durch die RWTH und die Fakultät sowie die Angemessenheit der Maßnahmen wurden jeweils gut bis sehr gut bewertet. Aufgrund der häufig fehlenden Erfahrungen mit der Fachstudienberatung in Zeiten der Pandemie wurde hier im Mittel ein neutrales Urteil gegeben (Mittelwert 4,16). Sehr gut bewertet wurde mit einem Mittelwert von 5,52 (1=sehr negativ, 4=neutral, 7=sehr positiv) die allgemeine Qualität der digitalen Lehrangebote an unserer Fakultät. Dies ist eine hohe Anerkennung unserer Anstrengungen bei der Digitalisierung der Lehre in dieser Krise.

Besonders stolz sind wir darauf, dass 80% der Studierenden bekunden, keine Ihrer eingeplanten Veranstaltungen sei ausgefallen. Nur 13% der Studierenden gaben an, dass lediglich eine ihrer eingeplanten Veranstaltungen nicht stattfinden konnte. Bei 5% der Studierenden fand mehr als eine Veranstaltung nicht statt, bei 1% mehr als zwei Veranstaltungen und bei einem weiteren Prozent mehr als drei Veranstaltungen. Da nicht alle Veranstaltungsformen digital abgehalten werden können, ist dies ein sehr erfreuliches Ergebnis.

  Diagramm Bewertung der Fakultät und Universität Urheberrecht: RWTH Bewertung der Fakultät und der Universität  

Die Studierenden wurden in der Umfrage dazu aufgefordert, drei Lehrveranstaltungen ihrer Wahl zu bewerten. Dabei waren die Kommentare in den Freitextfeldern meist positiv bis sehr positiv. Unter den genannten Veranstaltungen wurden "Advanced Planning Systems in Produktion und Logistik", "Betriebliche Finanzierung" und "Unternehmensbewertung" am besten bewertet: Deren Mittelwert lag bei über 6,5 (7=sehr zufrieden).

Als zukünftige Verbesserung wünschen die Studierenden sich die Möglichkeit, Online-Vorlesungen aufzuzeichnen, bessere Headsets der Dozenten zur Verbesserung der Tonqualität und Unterstützung in der Selbstorganisation durch von den Lehrstühlen vorgegebene „To Do“ Listen.

Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Befragung für ihre konstruktiven und detaillierten Rückmeldungen!

10.07.2020

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Jens Hinze

Geschäftsführer (Qualitätsmanagement und Außendarstellung)

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