Wirtschaftswissenschaftliche Nobelpreis-Lecture der Fakultät

 

Nobelpreis-Lecture 2020

Am 22.01.2020 lud der Förderverein der Wirtschaftswissenschaften der RWTH zur sechsten Nobelpreis-Lecture in der Couvenhalle ein. Der Förderverein setzt sich seit über 30 Jahren für die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft in Aachen ein. Er stellt den Kontakt zwischen Managern, Unternehmen, Lehrenden, Studierenden und Absolventen her, um einen regelmäßigen Gedankenaustausch zum gesamtgesellschaftlichen Vorteil zu sichern.

Zu Beginn richteten Prof. Dr. Oliver Lorz vom Lehr- und Forschungsgebiet Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Prof. Dr. Paul Thomes vom Lehr- und Forschungsgebiet Wirtschafts-, Sozial- und Technologiegeschichte und Wolfgang Mainz als Vertreter des Fördervereins ihre Grußworte an die Zuhörer.

Als erstes wurde der der Wirtschaftsnobelpreis aus dem Jahr 1993 vorgestellt. Robert Fogel und Douglass North gewannen diesen für die Erneuerung der wirtschaftsgeschichtlichen Forschung durch Anwendung ökonomischer Theorie und quantitativer Methoden, um den wirtschaftlichen und institutionellen Wandel zu erklären. Durch die Erneuerung ist es möglich geworden, neue Erkenntnisse über die Vergangenheit zu gewinnen und zudem irrelevante Theorien zu negieren. Ihre Arbeit erweiterte unser Wissen und Verständnis darüber wie, warum und wann wirtschaftlicher Wandel in fundamentalen Forschungsgebieten auftritt.

Im zweiten Teil des Vortrags wurden die drei Ökonomen Abhijit Banarjee, Esther Duflo und Michael Kremer vorgestellt, die im Jahr 2019 den Wirtschaftsnobelpreis für ihren experimentellen Ansatz zur Bekämpfung der weltweiten Armut erhielten. Die Forschung der Preisträger habe unsere Fähigkeit zur Bekämpfung der globalen Armut erheblich verbessert, so die Königlich-Schwedische Akademie der Wirtschaftswissenschaften. Kremer hatte seit den 1990er-Jahren die Lernergebnisse von Schulkindern in Kenia erforscht, woraufhin das Forscher-Trio ähnliche Studien zu anderen Problemen in anderen Ländern durchführte. Inzwischen dominieren die Methoden des Forscher-Trios die Entwicklungsökonomie.

Nach einer anschließenden Fragerunde ließen die Teilnehmer die Veranstaltung bei einem Umtrunk ausklingen.