Prof. Almut Balleer zur "fossilen Inflation"

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27.05.2022
 

Frau Prof. Almut Balleer vom Lehr- und Forschungsgebiet Empirische Wirtschaftsforschung nimmt beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) Stellung zum Thema Klimaschutz und Energie: "Wir haben keine grüne Inflation, sondern eine fossile Inflation. Die Preise für Güter, die wir loswerden wollen, müssen steigen", so Prof. Balleer.

Ferner würde der Preis für Strom aus fossilen Energieträgern steigen - aber dadurch auch realitätsnäher, sagt Ökonomin Almut Balleer. Denn negative Effekte wie Umweltschäden würden sich bislang nicht in den Preisen widerspiegeln - obwohl auch diese Kosten bei der Berechnung Berücksichtigung finden müssten.

Mehr dazu finden Sie hier auf den Seiten des WDR.

 

Prof. Almut Balleer im Mai 2022 in RTL Aktuell und auf ntv über die möglichen Auswirkungen von Indexlöhnen

In Luxemburg und Belgien wird die Entwicklung von Löhnen und Renten automatisch an die Inflationsrate gekoppelt. Eine solche Anpassung an die durchschnittlichen Steigerungen der Lebenshaltungskosten schützt Verbraucher zunächst vor einem inflationsbedingten Verlust der Kaufkraft.

Frau Prof. Almut Balleer vom Lehr- und Forschungsgebiet Empirische Wirtschaftsforschung äußert sich in RTL Aktuell und auf ntv zu den möglichen Risiken einer solchen Vorgehensweise, wie bspw. einer Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit einzelner Unternehmen oder einer weiteren Befeuerung der Inflation durch eine Lohn-Preis-Spirale, falls höhere Lohnkosten dann wieder an die Kunden weiter gegeben werden.

Anbei die Links zu den Videos in RTL Aktuell (Beitrag ca. ab Minute 10:00) und auf n-tv.

 

Prof. Almut Balleer am 10. März 2022 im WDR über die Auswirkungen steigender Energiepreise

Seit den letzten Wochen steigen die Energiepreise stark an, zuletzt auch durch den Krieg in der Ukraine. In Folge dessen wächst die soziale Ungleichheit, da vor allem einkommensschwache Teile der Bevölkerung unter den steigenden Preisen leiden. Diese sogenannte „Energiearmut“ trifft rund elf Prozent der Bevölkerung in Deutschland.

Prof. Almut Balleer vom Lehr- und Forschungsgebiet Empirische Wirtschaftsforschung äußert sich in einem Artikel des WDRs über die Problematik der steigenden Energiepreise. Es sei zu erwarten, dass die Preise noch weiter steigen werden. Um die „Energiearmut“ abzufedern, schlägt Prof. Balleer Transferzahlungen vor, die einkommensschwache Haushalte entlasten sollen.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel des WDRs.

 

Prof. Almut Balleer als Expertin zu Gast in der NDR Redezeit: "Milliarden gegen die Krise"

Frau Professorin Almut Balleer, Inhaberin des Lehr- und Forschungsgebietes für Empirische Wirtschaftsforschung war als Expertin zu Gast in die NDR Info Sendung Redezeit zum Thema "Milliarden gegen die Krise" eingeladen.

In der Sendung liefern fachkundige Studiogäste Argumente und klären über Zusammenhänge und Hintergründe auf. Hörerinnen und Hörer können sich an der Diskussion beteiligen. Fragen in der Sendung vom 03.09.2020 zum Thema "Milliarden gegen die Krise" waren beispielsweise, ob Hilfsmaßnahmen für Unternehmer und Beschäftigte an der richtigen Stelle ansetzen, ob die Ausgaben in ihrer Höhe richtig dosiert sind, wie hoch die Verschuldung des Staates noch steigen könnte und welche Generation diese Schuldenlast letztendlich tilgen werden muss.

Dabei kommt Frau Prof. Balleer zu dem Schluss, dass es richtig war, schnell und im großen Umfang zu reagieren, um dieser Krise zu begegnen. Da ein Teil der Staatsverschuldung für Investitionen ausgegeben wird, profitieren im Sinne der Generationengerechtigkeit auch zukünftige Generationen.

Neben Frau Prof. Balleer waren auch Dr. Jens Boysen-Hogrefe als Konjunkturexperte am Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel und Kai Teute als stellvertretender Bundesvorsitzender des Verbandes "die jungen Unternehmer" als Gäste eingeladen.

Die gesamt Sendung finden Sie hier als Podcast.

 

Prof. Almut Balleer zum Schaden für die Wirtschaft durch Corona

In einem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 25. August 2020 nimmt Frau Professorin Almut Balleer, Inhaberin des Lehr- und Forschungsgebietes für Empirische Wirtschaftsforschung Stellung zum Schaden, den die Corona Pandemie bislang auf das deutsche Bruttoinlandsprodukt ausgeübt hat:

Den Verdacht, dass die Pandemie die deutsche Wirtschaft stark getroffen hat, bestätigen nun amtliche Konjunkturdaten des Statistischen Bundesamtes. Der Konjunktureinbruch im zweiten Quartal 2020 war mit 9,7 Prozent der höchste seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Dabei haben Maßnahmen des Sozialstaats wie das Kurzarbeitergeld den Schock, den die Wirtschaft durch die Corona-Pandemie erlitten hat, noch deutlich abgemildert. "Ein hoher Anstieg der Arbeitslosigkeit gerade jetzt wäre eine große Gefahr für die deutsche Wirtschaft" sagt Almut Balleer, die als Volkswirtschaftlerin im Bereich der Makroökonomie, angewandten Ökonometrie und Arbeitsmarktökonomie forscht. Daher befürwortet sie, wie viele andere Ökonominnen und Ökonomen, die bestehenden Kurzarbeiterregelungen - "auch wenn manche Jobs temporär künstlich erhalten werden."

Aktuelle Konjunkturindikatoren deuten auf eine gewisse Erholung der Wirtschaft hin. "Wie schnell es wieder hoch geht, ist entscheidend", sagt Volkswirtin Balleer, denn die Pandemie bremst sowohl die Verbrauchernachfrage als auch (bspw. durch unterbrochene Lieferketten) die Möglichkeit der Unternehmen, ihre Produkte anzubieten. Daten verschiedener ökono­mischer Studien deuteten darauf hin, dass der Nachfragerückgang den ursprünglichen Angebotsschock übersteige, sagt Professorin Balleer. "In Deutschland ist die inländische Nachfrage gerade das größte Problem."

Bei einem Nachfrageschock empfehlen viele Ökonominnen und Ökonomen, dass der Staat einspringt und damit die ausbleibende Nachfrage erzeugt, dies hat auch die Bundesregierung durch das verabschiedete Konjunkturpaket getan. "Zum damaligen Zeitpunkt war das gut entschieden", sagt Professorin Balleer. Wichtig sei bei solchen staatlichen Maßnahmen jedoch der Zeitpunkt der Umsetzung. "Angesichts einer drohenden zweiten Welle mit den verbundenen negativen ökonomischen Konsequenzen könnten die Milliarden wirkungslos verpuffen", so Almut Balleer, denn dann träfe die staatlich kräftig angeschobene Nachfrage auf einen erneuten Angebotsschock.

Ob das Konjunkturpakt in der Praxis wirkt, werden Politik, Forschung und Unternehmen Ende Oktober erfahren. Dann veröffentlicht das Statistische Bundesamt die erste Schätzung für die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2020.

Das gesamten Artikel in der Süddeutschen Zeitung finden Sie hier.