Trotz Corona optimistisch

 

RWTH-Studierende nutzen das Entscheidungsnavi in der Corona-Krise

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Das vom Lehr- und Forschungsgebiet Entscheidungsforschung und Finanzdienstleistungen unter Leitung von Professor Rüdiger von Nitzsch entwickelte Online-Tool Entscheidungsnavi unterstützt bei wichtigen beruflichen und privaten Entscheidungen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der RWTH untersuchten nun, wie sich die Corona-Krise auf persönliche Entscheidungen von Studierenden auswirkt. „Gerade jungen Menschen setzt die Unsicherheit im Hinblick auf Studium, Job und Lebensplanung während der Krise zu. Wir bemerken bei unseren Studierenden teilweise Zweifel bei der Frage, was nach dem Studium kommt. Viele zögern, wenn es darum geht, einen bestimmten Karriereweg zu definieren“, sagte Doktorandin Mendy Tönsfeuerborn.

Das Online-Tool hilft Studierenden dabei, sich genauer mit ihren eigenen Entschlüssen auseinanderzusetzen und Entscheidungskompetenz aufzubauen. Im Rahmen von Studienprojekten wird es auch in der Lehre eingesetzt. „Indem sie über eigene Werte reflektieren und gleichzeitig Ziele strukturieren, die sie mit einer Entscheidung positiv beeinflussen wollen, erlernen die Studierenden Kreativitätstechniken, um Handlungswege zu erkennen“, erklärte von Nitzsch.

In den Studienprojekten setzten sich 675 Studierende mit der Gestaltung ihres weiteren Ausbildungs- und Berufweges auseinander und nutzten das Entscheidungsnavi dazu, die Frage nach dem zukünftigen Karriereweg strukturiert und objektiv zu betrachten. 85 Prozent bewerten die Entscheidung darüber als Chance, ihre Zukunft trotz der Corona-Krise positiv gestalten zu können. 15 Prozent hingegen empfinden die Entscheidung darüber als Problem oder gar Krise.

04.03.2021