Neue Publikation von Prof. Böhm

 

Prof. Robert Böhm, Juniorprofessor für Desicion Analysis, veröffentlicht gemeinsam mit anderen Forschern eine Studie mit dem Titel "Behavioral consequences of vaccination recommendations: An experimental analysis" in der renommierten Zeitschrift Health Economics.

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte interdisziplinäre Forscherteam um Robert Böhm und die Privatdozenton Dr. Cornelia Betsch von der Universität Erfurt gehen der Frage auf den Grund, ob die unterschiedliche Handhabung der Impfempfehlungen in einzelnen Ländern Auswirkungen auf das individuelle Impfverhalten der Menschen hat.
Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen eindrucksvoll, dass Menschen sehr sensibel auf die Empfehlung der Impfung reagieren und sich davon beeinflussen lassen. Insgesamt ist die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, am höchsten, wenn es eine allgemeine Impfempfehlung gibt.

Damit zeigt die Studie ein wichtiges Dilemma auf, vor dem nationale Gesundheitsorganisationen stehen, sagt Dr. Cornelia Betsch: „Wenn Hochrisikogruppen effektiv geschützt werden sollen, ist eine spezifische Empfehlung für diese Risikogruppe ratsam. Diese geht jedoch zulasten des Impfschutzes der Gesamtbevölkerung. Abzuwägen ist jedoch, wie sinnvoll eine generelle Steigerung der Impfrate in der Gesamtbevölkerung ist, damit Hochrisiko-Patienten indirekt durch den Gemeinschaftsschutz (Herdenimmunität) geschützt werden können.“

 
15.08.2017